Buch 
Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
Seite
5
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mir diesen Ausdruck; ich weiß es nicht genauerzu sagen), befallt mich ein Schauer, das Bluttritt mir zurück, bis ich einige Thränen geweinthabe, die ich sehr selten weine, und denn geräthes in Wallung. Wie groß, wie zärtlich, wieschön, erscheinet mir nicht Lcbbäus in seinerädlen Melancholie! Und ich weiß selbst nicht,was ich fühle, wenn ich den schlummernden Jo-hannes am Oelberge erblicke, wie er von JE-su träumet. Was vor eine rührende Scenemachen die beyden Auferweckten, Lazarus undLidli ! Alles was die Liebe göttliches hat,was so wenigen Sterblichen empfindbar ist, dasganze System einer Liebe, zu deren Ausdruckeine gewöhnliche Sprache zu arm ist, liegt hierausgedrückt. Wie beredt ist das Stillschweigendes wehmüthigen Josephs von ArimarhiatWie lebendig der Schmerz des slAikodemus?Wie durchbohrend wird der Anblick des leyden-den Erlösers, wenn die Stimme des schwerenGerichts von Tabor über ihm donnert! Die er?kenntliche Sele zerfließet, wenn sie ihn zwischenGolgatha und dem Grabe Josephs reden höret.Doch ich müfte Ihnen das ganze Gedicht Her-schreiben , wenn ich Ihnen alle Schönheiten dar-A z aus