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aus sagen wollte. Sehen Sie, mein Freund,das sind die Wirkungen, die der Meßias nochtäglich in mir macht, und ich bin darüber etwasunschuldig stolz, daß ich derselben fähig seynkann.
Nichts überzeugt mich so sehr, daß der Ge-schmack der Menschen verschieden seyn müsse, alsdie mancherley Urtheile, die ich in Gesellschaf-ten über dies Gedicht sprechen höre. Einige be-lustigen mich, andere erwecken mich zum Mit-leyden, und noch andere entgehen meiner Auf-merksamkeit. Unter denen, die es loben, giebtes solche, die es mit einer gezwungenen und fro-stigen Art thun, weil sie entweder zu viel Hoch-achtung für sich selbst haben, und den Weyrauchnur für sich wollen brennen lasten ; oder weil siedie starke Parthey des Dichters fürchten, und ih-ren Geschmack nicht verdächtig machen mögen,um ihren Tadel zu sagen: Es giebt auch solche,die es nur darum loben, weil es gelobt wird,ohne daß sie es gelesen haben. Den ersterenkann ich es recht ansehen, daß sie sich wehe thun,und man erweiset ihnen einen Gefallen, wennman die Unterredung bald verändert: Die letzte-ren sehen so historisch dabey aus, daß man gar