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Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
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15
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sie dtr Dichter gegen ihren geliebten Lazarus sa-gen, oder vielmehr denken läßt?

Edler Jüngling, um mich bringst du dein Lebenmit Wehmut,

Deine Tage mit Traurigkeit zu! Ach, map ichsauch würdig?

Daß du so himmlisch mich liebst, wars deineCidli auch würdig?

Lange schon wünsch ich, die Deine zu seyn, undvon dir zulernen,

Wie sie so schön ist, die selige Tugend! dich zart«lich zu lieben,

Wie zu den Zeiten der Vater die Töchter Jerusa-lems liebten;

Wie ein jugendlich Lamm um deine Winke zuspielen;

Gleich den Rosen im Thal, die der frühe Lag sicherziehet,

So in deiner reinen Umarmung gebildet zuwerden,

Dein zu seyn, und dich ewig zuliebe«! « --

Wer wollte wohl sagen, daß in diesen Versenkein Sylbenmaaß wäre ? Das anständigste Syl-benmaaß zu dem Affecte: Der Kunstrichter magsie nun unter die blank verles der Engelländerrech neu, oder nicht. Sie