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Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
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156
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zen. Sie entdeckte ihren Vorsatz ihrem Lieb«Haber, welcher in der Ausführung desselben vieleSchwürigkeiten fand: Aber ist wohl etwas,das man mit dem Beystand der Liebe nicht zuStande bringen sollte? Sie sollen sehen, Ma-dame, was sie unserer Nonne eingab. Sieberichtete ihrem Liebhaber, daß er sich die fol-gende Nacht an dem Orte einfinden sollte, densie ihm bezeichnete, ohne sich um etwas weiterzu bekümmern, als um die Bereitschaft guterPferde: Sie sagte ihm, daß sie dismal etwas ge-funden hatte, was zur Beförderung ihrer Fluchtnöthig wäre, und sogar niemand etwas davongewahr werden zu lassen, sie bat ihn, nichtnach den Mitteln zu fragen, die sie dazu aus-gcdacht hatte; sondern nur für die nöthigenDinge ihrer Reise zu sorgen; und darauf verließsie ihn, um Hand an das Werk zu legen.Sehen Sie nur was sie that; der Streichscheinet mir sehr kühn zu seyn. Man hatte aneben diesem Tage eine von ihren Mitschwesternbegraben, und wie das Grab noch nicht zuge-macht war, so gieng sie hinein, während derZeit, daß alles in dem Kloster schlief, und trugdie Verstorbene in ihre Celle, legte sie auf ihr

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