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Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
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162
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statten, und hatte eine davon vergessen, dieseiner Dienstgeflissenheit würdig zu seyn glaubte:Die Dame sahe diese Vergessenheit als eine Be-leydigung an; sie befürchtete sogar, daß dieandern dieses zu ihrem Vorzüge möchten geltenlassen; und also bat sie einen von des HerzogsFreunden, ihn mit nach ihrem Hause zu brin-gen. Der Freund richtete seinen Auftrag aus;aber es sey nun, daß er es zur unrechten Zeitthat, oder daß der Unstern der Dame darin»seinen Einfluß hatte, der Herr von Roque-laure, der sich endlich zu diesem Besuche ge-drungen sahe, versicherte, daß er kein Wort spre-chen würde. Der Freund glaubte, daß er sei-nen Vorsah nicht halten würde, und ließ derDame die Stunde seines Besuches ankündigen.Die Dame sorgte auf ihrer Seite dafür, einegute Gesellschaft bey sich zu versammle», damitsie eben so viele Zeugen von der Ehre habenmöchte, die sie erhalten sollte; aber sie hattenicht viel Ursache, sich darüber Glück zuwünschen. Der Herr von Rsquelaurekam so, wie er es versprochen hatte, warfsich in einen Armstuhl, und that den Mundnicht auf. Ein solches Verfahren brachte die

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