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Gesellschaft in Verwirrung. Die verachtete Da-me berstete fast vor Verdruß, als ihre Toch-ter, ein kleines sehr artiges Mädchen, sie völligrächete. Verdrüslich über ein so langes Still-schweigen, stund sie auf einmal auf, und nach-dem sie sich dem Herzoge genähert hatte, fiengsie an mit aller Macht zu schreyen: Ach meinGOrr, Mama, der Herr von Roque-laure ist rod ! Dieser lustige Einfall erweck-te alle Geister der Gesellschaft. Man fragtedas kleine Mädchen, was sie damit sagen woll-te? Ey ja, fuhr sie fort, er ist rod, sehensie denn nicht, daß er schon stinker, unddaß er nichr spricht, ist das nicht so,als man sagt, daß wir nach dem Todeseyn werden? Der Herr von Roquelauregieng weg, ohne sein völliges Theil zu verlan-gen, und lies der Gesellschaft die Freyheit, aufseine Unkosten zu lachen. Ich gestehe Ihnen,Madame, daß die Lebhaftigkeit der Leute in die-sem Lande mich recht bezaubert. Man erzähltemir neulich, daß ein Gascomscher Edelmannsich an dem Hofe des Herzoges von Gavoyenhätte Marquis nennen lassen: Die Herzoginfragte ihn aus Spötterey, in welchem LandeL 2 denn