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Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
Seite
169
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Vielleicht möchte ich Ihnen unsern lieben Cor-binelli mitbringen. Er hat mich hier besuchet,und wir nahmen uns eben vor, Ihnen zu schrei-ben, als ich Ihren Bries erhielte. Sie wer-den Ihn, was die Sitten betrifft, noch ebenso wenig pietistisch antreffen, als Sie ihn ge-sehen haben; aber er versteht seine Religion jetztviel bester als jemals; und er wird destomehrStrafe leyden müssen, wenn er sich seine Ein-sichten nicht zu nutz macht. Ich liebe ihn nochimmer, und sein Witz ist recht dazu gemacht,mir zu gefallen. Was sagen Sie zu der Er-oberung von Mastricht? Der König allein hatalle Ehre davon. Ihr Unglück macht mir eineTraurigkeit im Herzen, daran ich wohl merke,daß ich Sie lieben müsse. Ich überlasse dieFeder unserem Freunde: Wie glücklich würdenwir seyn, wenn wir ihn in unserem angeneh-men Schlosse Bourbilly bey uns hätten! MeineTochter macht Ihnen ein Compliment, ob Siegleich nicht an Sie denken.

Ton dem Herrn Corbinelli.

Ich hätte es sehr stark nöthig, mein Herr,Laß das Gerücht von meiner Frömmigkeit fort-L s daur