Buch 
Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
Seite
170
JPEG-Download
 

17 -r

daureke. Es ist schon so lange, daß man dasGegentheil höret, daß diese Veränderung viel.'leicht etwas in meinem Glücke ändern möchte.Nicht, als ob ich nicht völlig überzeugt wäre,daß das Glück und Unglück dieser Welt die rei- ^ne und einzige Wirkung der Vorsehung sey,woran der Zufall gar keinen Theil hat. Ich ^rede so oft in diesem Thone, daß man ihn fürdie Empfindung eines guten Christen angenom-men hat, ob es gleich nur die Empfindung ei-nes guten Philosophen ist. Aber wenn das Ge-rüchte, welches gelaufen ist, auch wahr gewe-sen wäre, so würde doch wohl meine Frömmig-keit mit meinem beständigen Vorsähe, Sie zuehren, und Ihnen eben die Gesinnungen öfterszu bekräftigen, die ich für Sie in meinem gan-zen leben geheget habe, nicht streiten. Siewissen, wie viel Ehre ich mir allezeit aus Ih-rer Freundschaft gemacht habe, und ob die be- >kehrende Gnade einen so vernünftigen Gedanken ihätte umstoßen können. Wir schrieben Ihnenbey unserer andern Reise hieher einen langenBrief, und wir haben wohl hundertmal vonIhrer Unempfindlichkeit gesprochen. Sollte sieaber doch so weit gehen, daß Sie nicht einmal

be,-