Buch 
Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
Seite
181
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ber beschlagenen Cubach, den sie ihrer Groß-mutter zum Andenken nicht weglegen darf, undausser dem Cleveland, den sie von mir bekommen,nebst einigen andern Kleinigkeiten, wenig be-merkt : Nichts von gebrannten Wassern, Sal-ben, Schönpfiästerchen, und solchen wichtigenVerwahrungsmitteln wider das Alter. In Ge-sellschaften spricht sie wenig, ob sie gleich vielWrß hat: Sie ist so eigensinnig, daß siesich niemals mit ihren Einsichten groß ma-chen, oder andere Leute freundschaftlich durch-hecheln will; Sie widerspricht niemals, wennman ihre Nachbarin lobt. Aber was nochdas ärgste ist, Madam , sie liest, und wasmeynen Sie wohl, was sie liest? Mos-heims deutsche Schriften, Hagedorns Oden,GeüertS Fabeln und Erzählungen, ja neulichsagte sie mir gar eine ganze Seite aus demMeßias auswendig vor: Ist das nicht eineAusschweifung? Wenn es noch die AsiatischeBanise oder so ein schönes Buch wäre, das-könnte man noch gelten lassen» In der Kir-che siht sie auch so verborgen und vor sichhin, als wenn die Mannspersonen hier keinRecht hätten, mit den Blicken des Frauenzim-M z mer§