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Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
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184
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Ankunft auf den zwanzigsten dieses Monats.Ich will nicht sagen, daß Sie mich dadurch umgemein verbinden werden: Ich dächte, darankönnen Sie wohl nicht zweifeln. Ja kommenSie doch, Madam! Machen Sie unser Ver-gnügen durch Ihre Gegenwart vollständig! Eswird alles freyer und schöner zugehen, wennSie da sind. Bringen Sie Ihren lieben bravenMann mit, und sagen Sie Ihm, daß mich dieLiebe nicht hindert, sein sehr guter Freund zu seyn.Alleweil tritt jemand in mein Zimmer: dächtenSie wohl, wer? Mein liebes Lorchen überfälltmich, sie reißt mir die Feder aus der Hand, indemsie hört, daß ich an Sie schreibe, und ich mußihr den Brief hingeben.

Ich komme noch eben recht, Madam, den übri-gen Platz in dem Briefe meines losen Freundes auszu-füllen. Ich bin böse auf ihn, daß er so viel wen mirplaudert, und Ihrer Aufmerksamkeit nicht besser zu scho-nen weiß; und daß er bey dem allen doch noch das nö-thigste von mir zu sagen vergißt: Ich rechne es meinemLiebhaber zu einem Verdienste mehr an, daß er dasGlück hat mit Ihnen bekannt zu seyn, und daß er mirsoviel Gutes von einer Dame gesagt hat, deren Freun-din ich zu werden wünsche. Versichern Sie mich durchIhre Gegenwart bey unserer Hochzeit, daß ich mir

dar-