Buch 
Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
Seite
185
JPEG-Download
 

KT N GN rs;

darauf Hoffnung machen kann: Wenn Sie ausbleiben,so werde ichs gewiß meinen Bräutigam empfinden las-sen, daß ich ihm den Vorzug beneide, Sie zu kennenund von Ihnen gelicbet zu seyn. Ich bin rc.

Acht und Zwanzigster Brief *).

/b^ie gefallen mir in Ihrem Unmuth, mein^2-/ Fräulein, und ich bin denjenigen ver-bunden , welche denselben verursachet ha-ben. Ohne sie hätten Sie vielleicht noch lan-ge nicht Gelegenheit gehabt, Ihren Zorn überdie Verstellung, und den falschen Wih auszu-lasten. Ich habe Sie inzwischen doch auch be-dauert. Ich weiß, was es für eine Marter ist,mit dergleichen Charakteren zu thun zu haben»Was ist inzwischen häufiger, in der Welt alsdieselben? Aber man bemerket sie nicht immerso sehr, weil man sie nicht beständig vor Augenhat, und die Abwechselung des Lächerlichen macht,daß man es weniger beobachtet, Sie sagen,meine Freundinn, daß wenn jemand in einerGesellschaft, ein sehr vergnügtes Gesicht macht,er entweder was Abgeschmacktes gesagt hat, oderM s sagen

*) Der dreizehnte Brief aus den Danziger Send-schreiben einiger Personen aneinander S- ioz.