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Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
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192
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sich, daß drey Viertepart ausgemerzet werdenmästen.

Ueberhaupt stiften diese Sammlungen, sogut und unschuldig die Absicht derselben auch ist,mehr Schaden, als Vortheil. Der Vorsahist, denen Lesern eine angenehme Gemüthöerrgchung zu verschaffen, oder ihnen Anleitung zuder witzigen Art zu denken zu geben; und siereizen manchen tragen, schläferigen Geist zu ei-ner jämmerlichen Nachahmung.

Ich sagte so eben, daß ein sinnreicher Einfall,wenn er auf eine Spötterey hinausläuft, vornem-!ich nichts Giftiges an sich haben müsse. Es wärezu wünschen, daß die Gelehrten selbst, wenn sieetwa eine Zwistigkeir mit einander haben, dieseRegel nicht aus den Augen setzen möchten.Meistentheils sind ihre Stachelschriften anzüg-lich, und ihren Verfassern verkleinerlich. Ja,sie werden oft, ich hatte beynahe gesagt durch-gehends, niederträchtig, pöbelhaft; sie legen sichaufs Schimpfen. Der sinnreiche Boileauwußte feiner zu spotten. Wie er den grossenTragedienschreiber Corneille, wegen seiner bey-den letzten Trauerspiele des Agesilaus, und desAttila tadelte, machte er es so verblümt, daß

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