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Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
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244
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allein die Liebe rächet sich recht grausam an mirwegen dieses Vorhabens, indem sie die Marterder Liebe verdoppelt, und mich bey nahe für euchsterben läßt. Um GOttes willen, helfet mich dochvon meiner Liebe heilen, so wie ihr von der cri-ngen geheilet seyd. Tröstet mich doch als meinLiebster, als mein Gemahl, oder als mein Va-ter. Sollten euch diese Nahmen nicht aus Liebe,nicht aus Religion bewegen? Kommt und bemü-het euch, meine Leydenschaft zu ersticken, und michin meinen guten Vorsätzen zu unterstützen.Verhindert mich doch, daß ich meinen Berufnicht länger entheilige: Wir wollen uns unter dieVorsehung GOttes demüthigen, die sich allerSachen zu unserer Rechtfertigung bedienet, unddie uns durch eine Wirkung der ewigen Gnadeöfters wider unsern Willen reiniget, indem sieuns die Augen öfnet, und uns zur Erkenntnißunsers Elendes bringet.

Hier glaubte ich meinen Brief zu endigen,alleinmein Herz ist noch nicht vergnügt. Da ihr euch da-zu verbandet,mich GOtt zu widmen, versprächet ihrmir, an eurer Seite eben das zu thun: Inzwischenhabt ihr mir nicht Wort gehalten. Wenn meineTugend und mein Geschlecht euch abhielten, mich

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