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Lorbenheit -er Sitten ihren höchsten Punkterreicht haben. Allein noch ist nicht davondie Rede, was uns zu thun übrig bleibe,laßt uns vielmehr untersuchen, auf welchemPunkt wir stehen, und was nach dem un-widerstehlichen Lauf der Natur und des Schik-sals nothwendig begegnen mäße.
A. Kan, nach diesem unwiderstehlichen Laufe,«in Glük, «ine Vollkommenheit seyn, dienicht die Grundlage eines größeren Glüks,einer größeren Vollkommenheit seyn mäße?
B. Unstreitig. Allein aus dem gleichen Grun-de giebts kein Uebel, kein Laster, das nicht,wie mir scheint, auch die Grundlage eine-größeren Uebels, eines größeren Lasters seynmäße. Lassen Sie uns nie vergessen, daßman uns alle nur durch Vervielfältigungunserer Bedürfnisse, unserer Interessen, un-serer Leidenschaften, durch Aufregung, durchmit mehr oder weniger Kunst und Heftig-keit versuchte Anspornung derselben, aus un-serer natürlichen Trägheit herausgebrachthat.