Band 
Zweiter Theil.
Seite
230
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Lzo Die mchrsten machen sich lächerlich

gern beständig in einer Staatskleidung,und noch wenigerin einer Staatslaune. Drittens wurden wir gegen einensolchen M idor nicht gerne unsre Scheidemünze auskramen,und also in unsern eigenen Augen alberne Geschöpfe bleiben.Dieß ist nun ein pro primv , pro securiäo und pro küi-lio.Mehrere Ursachen darf ein Pedant nicht haben.

Noch gefährlicher aber ist es, und dieses ist der gemein-ste Fall, weun wir Fehler haben, und doch keinen einzigenzeigen wollen; wenn von der Fußsole an bis zur leeren«Scheitel alles.in der feinsten Ordnung erscheinet. Dakömmt die beleidigte Eifersucht mit ihrem scharfen Auge,und richtet die Seele so viel strenger, je weniger der äusser»Uche Bau ihr einen Fehler Preis geben will. Sie bringtGold, welches den Strich gehalten, unter die Capelle, undwebe dann dem armen Sünder, wenn er hier die Probenicht kalt! wer gefallen will, muß, wohl zu verstehen, desandern Narr werden. Er hat nur die Wahl über die Art.

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Die mchrsten machen sich lächerlich, aus

Furcht lächerlich zu werden«

A^as habe ich meinem Junker auch gesagt.Allein seine Tante hat ihm eingcpredigt,daß es nicht so schlimm sey, die zebn Gebote zu übertreten,als sich lächerlich zu machen. WaS meinen Sie dann, soll-ten unsere Sittcnlthrcr, die Comödranten und Poeten, derSachenichtzu viel thun, wenn sie sichzu sehr darauf legen,die Fehler lächerlich zu machen? Das Gute und Böse wirdleicht verwechselt; junge Gemüther sind nicht im Stande,

solches