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wider die böse Laune.
die zärtlichsten Umarmungen, die schmeichelhaftesten Lieb-kosungen, folgten einander ganz ungezwungen; und meinMann, der durch diesen poßicrlichen Einfall fortgerissenwurde, gab mir nichts nach. Wir lachten beyde überunsre Rollen von ganzem Herzen, und unsre Gaste, diedieses Lachen für lauter Zeichen der Freude über ihre An-kunft dankbar annahmen, drückten ihre Zufriedenheit mitgleicher Lebhaftigkeit aus, und ehe eine Viertelstunde vor-über gieng, waren wir alle so aufgeräumt, als wenn wiruns recht zum Vergnügen bey einander versammelt hat-ten. Der Mangel des Bratens wurde leicht ersetzt; daSNeglige fand Beyfall, und der Tag lief uns in dem To-ne so fort, daß wir uns am Abend nicht scheiden konn-ten. Es. war, als wenn sich auf einmal ein ganz neuerGeist unsrer bemeistert hatte, und was erst blos Rollewar, batte sich dergestalt in Natur verwandelt, daß wirwürklich alles dasjenige fühlten^ was wir anfangs nurspielen wollten.
Was dünkt Ihnen, liebste Freundin! von diesemMittel, sich in eine gute Laune, die wirst» selten in unse-rer Gewalt haben, zu versetzen? Sollte es nicht zu die-ser Zeit, wo man oft so vcrdrüßlich empfangen und sokaltsinnig entlassen wird, eine öffentliche Bekanntmachungverdienen? Die ganze Kunst scheinet mit darintt zu beste-hen, daß man seine Freunde erst aufgeräumt und erkennt-lich macht; und wird dieses gleich anfangs durch eineglückliche Verstellung erzwungen; so können wir selbst nichtunaufgeraumt und unerkenntlich bleiben, sondern müssennach einer ganz natürlichen Harmonie mit einstimmen.Wir vergessen sodann das Mittel uttd schmecken nur dieSüßigkeiten des Erfolgs.
Mein Vater, ein tiefsinniger Mann, der seine Haus-rechnungen niemals nachsaht, aber dagegen den Lauf derQ 2 Co-