Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Den alten Geckorden

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heroischen Tugenden waren so wenig wie die tändelndenunsers Jahrhunderts der Langenweile allein gewachsen.Sie musten also ein eigenes vcrlobrnes Mittel haben, wo-durch sie den frohen Scher; erzeugten, und ihre Fcyerstun-den auf eine vergnügte Art zubrachten.

Da ich »»langst der Ursache des von dem Herzoge vonEleve gestifteten Geckordens nachdachte: so fiel mir ein,daß unsre Vorfahren sich vielfältig Rollen oder Charaktereerwählt, und solche bey Gelegenheit gespielt harten. Ge-wiß ist es wenigstens, daß wenn eine Gesellschaft von Freun-den zusammen kömmt, worunter jeder ein lustiges Amt zuverwalten oder eine komische Figur zu machen hat, ein lär-mender Ton der Freude sich geschwind verbreite und ziem-lich erhalte. Ich erinnere mich einer Gesellschaft, worin»vor zehn Jahren der eine nur ei» einziges mahl zum Pang-loß, m»d eine Dame zur Mademoiselle Kunigonde gestim-mt wurde, und so bald kommen jetzt die beyden nicht wie-der zusammen: so bringt ein freundschaftliches: commeurva kanglos? und ein sanftes; kb Mademoiselle, ti lomne va pas bleu, rom rie va pvurr-mr pas mal; die beydenLeute gleich in einen solchen Ton, und dieser reißt die Ge-sellschaft so mit fort, daß ich augenscheinlich sehe derglei-chen Rollen sind noch immer vortrefliche Krücken derMenschlichen Freude,

Der Geist des Geckenordens war unstreitig, daß derHerzog sogleich feine Durch lauchr, der Graf seine Excellenz,und der Ritter seine Gnade, um in dem heutigen Stylzu sprechen, verbannete, alle sich in Brüder von gleichenKappe» verwandelten, und nun keine steife Verbeugung,keine unterthanigste Ehrfurcht, keine gnädigste Erlaub-uiß, diese schrecklichen Feinde aller guten Freunde, sich,ohne lächerlich zu werden, sehen lassen durste. Die voll-

kom-