Band 
Zweiter Theil.
Seite
329
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und dessen grossem Nutzen.

Staaten gemacht hat. Es ist noch so lange nicht, daß manauf die Gedanken gekommen ist: der Credit eines Staatslasse sich, wieder Credit eines Kaufmanns nützen, und dasLand, das blos mit seinem baaren Capital handle, könnelange dasjenige nicht leisten, was ein anders leistet, welchesseinen ganzen Credit mit zum Handel nimmt.

Gesetzt nun, ein Staat habe eine Million baarcs Geld,und neun Millionen Werth an liegenden Gründen: so wirdman denselben keiner Unvorsichtigkeit beschuldigen können,wenn er bey erheischender Nothdurft an baarem Gelde undObligationen zehn Millionen circulircn laßt. Gesetzt weiter,diese Obligationen circuliren unter seinen Einwohnern, undwenn sie auch auswärts in Zahlungen gebraucht werden,kehren durch die Bilanz der Handlung wieder dahin zurück:so wird er es unstreitig wagen dürfen, noch für zehn Mil-lionen neuen Credit zumachen, und also zwanzig Millionencirculiren zulassen, wenn es der Handel erfordert. Verhal-ten sich diese zwanzig Millionen eben so, wie die vorigen, undder Handel erheischt noch mehrere Zeichen: so wird er immerund so lange mit dieser Operation fortgeben können, alsLeute sind, die dergleichen nehmen und fordern. Jede Ver-mehrung desselben wird ein eben so sicheres Zeichen einerzunehmenden Handlung seyn, als sicher es ein Zeichen vondem zunehmenden Gewerbe eines redlichen Kaufmanns ist,je inebr er Geld zu seiner Handlung anleiht. Es ist alsoklar und unwidcrsprcchlich, daß die größte Benutzung desCredits, oder um mich nach der alten Formel auszudrücken,die größte Menge von Schulden die sicherste Probe eineszunehmenden Reichthums seyn könne.

Um die Sache noch deutlicher zu machen, und sie der An-wendung näher zu bringen, wollen wir ein Dorf nehmen,das aus ic>o Ackerhöfcn bestehe, welche jährlich tausend

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