Band 
Erster Theil.
Seite
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«»erklärbar. : Wenn ganze Nationen ihren bürgerlichen Zu-stand verabscheuen und mit aller Wuth der enkzügelten Leiden-schaften einem neuen entgegenstürzen, wenn ein wilder Enthu-siasmus hinter sich und neben sich nichts als Elend und Nacht,vor sich nichts als Heiterkeit und Wohlfarth zu sehen glaubt,wenn sich individuelle Gefühle, Haß, und Neid, und Eigennutzund Herrschsucht, und blinder Faktionsgeist mtt dem allgemei-nen Taumel vermengen, und die Vernunft das Feld verlaßt,wo das Heer ihrer verbündeten Feinde raset: dann ist jederWiderstand vergeblich, und eitel jede Hoffnung, einen Siegdurch Worte zu gewinnen. So ist es in Frankreich, somußte es in Frankreich seyn. Aber, daß ein großer, daßsogar der glücklichste Theil von Europa mit dieser Stim-mung sympathysirr, daß in Ländern, wo ein hoher Gradpolitischer Freyherr ein sehr verdächtiges Geschenk, und ei-ne Revolution das schrecklichste aller Uebel seyn würbe, nurder, welcher die neue Lehre predigt, gefallt, und alles wasdie herrschenden Meynungen antastet, ein Graues ist da§verdient eine aufmerksamre Herrachtung. Es ist umsonst,die Ursachen dieser merkwürdigen Erscheinung in einzelnenBegebenheiten, in der Macht des Beyspiels, oder in denBemühungen einer fabelhaften Propaganda zu suchen: siemüssen tief im Menschen liegen, sie müssen aus der Naturder Sache zu nehmen seyn: sie müssen den unermeßlichenUmfang, sie müssen die Größe der Wirkung begreiflich ma-chen. Es ist der Mühe Werth, einen Augenblick bey dieseminteressanten Gegenstände zu verweilen, und einen Blickauf die charakteristischen Unterschiede zu werfen, die zwi-schen den Vertheidigern der Revolutivns-Systeme, die manallgemein die Lob red ner des Neuen nennen kan, undihren Gegnern (welche nur gemeine Unwissenheit mitFreunden der Tyrannei verwechselt) obwalten.