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wand gab sie alle zeit sich bussübungen hin. um ihrer willenwurde sogar der Statthalter aus seiner ruhe gestört' und tratenSoldaten unter die Waffen, aber sie vermochten nicht sie zurbühne zurückzubringen, noch sie aus dem kreis der jungfrauen,
hei denen sic aufnahme gefunden, hinwegzuführen.nicht
einmal ihren anblick erlaubte sie den früheren liebhabern, wennsie zu dem zweck kamen; vielmehr hielt sie sich einge-schlossen und viele jahre hindurch hat sie wie im gefängnissgelebt’. Dieser Überlieferung hat Jakob seine färbe entlehnt.Aber der Untergrund seiner gesebichte war ein ganz andererals jene geschichtliche erinnerung Antiochias.
Pelagia war längst ein heiliger name für die Antiochener.Ihre sage gibt freilich das grade umgekehrte bild zu dembetrachteten’, einen gegensat-z der auf den ersten blick un-vereinbar erscheint. Schon Ambrosius hebt wiederholt diesesbeispiel unverletzbarer Jungfräulichkeit hervor 12 . Es ist nichtleicht aus seiner sententiösen rhetorik die grundziige derlegende vollständig herauszustellen. Aber so viel wird deut-lich. Als eine jungfrau von 15 jahren sieht Pelagia in abwesen-heit der mutter und Schwestern das haus von truppen um-zingelt. die kurze frist, die sie erbittet um bessere kleidunganzulegen, wird ihr leicht gewährt, sie schmückt das haupt,legt ihr hochzeitskleid an und gibt sich, ehe hand an siegelegt wird, selbst den tod, wahrscheinlich durch einen Sprungvon der höhe herab. Die Soldaten um die sichere beute be-trogen verfolgen nun mutter und Schwestern, die sieb plötz-lich zwischen reissendem fluss und ihren Verfolgern mitteninne sehen. beherzt schürzen sie die ltleider auf, fassensich an den bänden wie zum reigen und schreiten so in denfluss, bis der Strudel sie erfasst und fortreisst. Von JohannesChrysostomos haben wir noch zwei hornilien über diese Pe-lagia 13 . Das Schicksal der familie wdrd hierin nicht berührt,
12 de uirginibus III 7, 33 f., brief 37 an Siniplicianus § 38.
13 bei Montfaucon t. II p. 585 ff., die zweite predigt p. 591liegt nur in lateinischer Übersetzung vor.