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Ouarantaine halten, um auszuruhen und auch einbischen in's Theater kommen zu können." Es dauerteindessen nicht lange, bis er wieder Einladungenannahm. Zu Hause lebte er höchst einfach; des Mor-gens trank er für gewöhnlich süße Milch und nahmdazu ein Paar Zwicbäcke, was er öfters im Bettegenoss. In der Regel stand er etwas nach 7 Uhraus. Seine Morgentoilette war höchst einfach. Siebestand nur aus Unterbeinkleidern, Socken, Morgcn-sehnhen und einer Blouse nebst einer seiner Arbcits-mntzeu. Er las gewöhnlich den „Corsar"*), welcherseine Lieblingstecture und das einzige Blatt war,welches er hielt. Wenn er mit dem Lesen fertigwar, ging er an seine Arbeit. Im Saale führte erseine Basreliefs und Büsten aus- Ich hatte fürdieses Zimmer einen der Stühle, die für die Mit-glieder der Akademie bestimmt waren, bekommen,worin er recht gemächlich saß und seine schwachenBeine ausruhen lassen konnte. Im Arelier führte er diegrößeren Werke aus. Er wünschte immer, dass ichwährend der Arbeit zugegen sei, zum Theil, damitihn die Besuchenden nicht stören möchten; er ver-sagte ungern Jemandem den Zutritt zu seinem Ate-lier; aber nicht immer war er geneigt, sich mit ihnenin ein Gespräch einzulassen. Ich musste deshalb oftdie Besuchenden bitten, Thorvaldsen nicht anzureden,wenn er arbeitete. Ob ich gleich oftmals diese Bittewiederholte, unterließen sie es manchmal doch nicht,besonders nicht die Schweden. Bei solchen Gelegen-