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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
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hatte sie unterstützt bis zu der Zeit, wo Sommersein Amt antreten sollte; nun konnte der Sohnkünftighin seine Mutter bei sich haben, aller Sorgennm das Auskommen enthoben, und dies Alles durchThorvaldsens Hülfe. Wenn Sommer nach Copen-hagen kam, stattete er immer seinem Wohltäter einenBesuch ab und sprach ihm seinen Dank dafür aus,dass er nun so glücklich und zufrieden leben könnte.

XVI.

Als ich eines Tages in meines Herrn Stubetrat, saß er da mit einem Briefe in der Hand.Ich bemerkte sogleich, dass er in trauriger Stimmungwar, und als ich ihn fragte, was sich zugetragen,reichte er mir den Brief hin und sagte:Lesen Sieselbst!" Es war ein Ersuchen Seitens ders PastorsBisby, es möge Thorvaldsen bei dem König alsFürbitter auftreten für den Mörder Worin, welchereinen in Copenhagen sehr bekannten Sonderling,Namens Tönder, der für einen reichen Geizhalsgalt, ermordet hatte. Da der Pastor einen Monatlang den Mörder alle Tage besucht hatte, warsein Interesse und Mitgefühl für ihn besonders durchdie Reue des Unglücklichen erregt worden. Der Pastormeinte, dass, wenn Thorvaldsen als Fürbitter denKönig um Gnade für den Mörder anriefe, würdeFriederich VI. ihm nicht die Erfüllung seiner Bitteverweigern. Als ich den Brief gelesen, fragte Thor-

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