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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
Entstehung
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I.II.

Im December 1843 klagte Thorvaldsen, der voneinem kurzen Besuche auf Nysö zurückgekehrt war,um eine neue Arbeit anzufangen, über Schmerzen indem rechten Schienbein. Ich musste deshalb dafürsorgen, dass er mit dem Beine auf einem Schemelruhend fitzen konnte. Als ich beim Auskleiden einekleine Wunde am Beine bemerkte, fragte ich ihn, wiedieselbe enstanden sei. Er gab mir zur Antwort:Ich nahm auf Nysö ein Bad, und da sie mirbeim Abtrockenn behülflich waren, bemerkten sie einekleine Stelle, die sie für Schmutz hielten; um diesenzu entfernen, kratzten sie mit den Nageln; dadurchentstand das Loch, aber ich habe es nicht früherbeachtet als jetzt, wo es mich zu schmerzen anfängt.Ich fragte nun, ob ich mit dem Doctor darübersprechen solle.Nein, Wilckens, das sehe ich nichtgern, da mir die Wunde auf diese Weise gekommenist." Die Wunde wurde indessen größer undschmerzhafter, aber er ging dennoch aus. Nacheinigen Tagen wurde er zum Thee beim Könige ein-geladen. Bei seiner Ankunft ging ihm die Königinnentgegen und fragte ihn nach seinem Gesinden; esscheine ihr, als bewege er sich mit Beschwerde. Thor-valdsen klagte dann darüber, dass er so unglücklichgewesen wäre, das eine Bein zu stoßen, und dieKöniginn äußerte deshalb, dass sie ihren Leibarzt,den Justizrath Jacobsen, zu ihm schicken wolle. Thor-

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