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Deu folgenden Morgen ging er in den Saal, wo lkÄfer mit dem Arrangement sehr zufrieden war; er -lEnahm Kreide und machte den llmrisf zum „Geniusdes Friedens". „Das", sagte er, „soll meine Reu-jahrsarbcit sein." Dieser Entwurf wurde bald ruch-bar, und Allen, die ihn sahen, gefiel er. EinigeTage später las man in den Zeitungen, dass Thor- d«valdseu den „Genius des Friedens" componirt habeauf Veranlassung einer bevorstehenden Vermählungeiner russischen Großfürstinn mit einem dänischen -ü»Prinzen. Als ich meinem Herrn dies erzählte, sagte M»,er: „Es mag wohl sein, dass man sich es so denkt,und es mag vielleicht auch etwas Wahres daran »misein: aber nun werde ich den Freiheitshut darauf !setzen." Und dies that er denselben Tag. ^
Einige Tage vor seinem römischen Geburtstage, >ijlMden 8ten März, fing Thorvaldsen seinen Genius der iMSculptnr an und vollführte ihn eben an dem Tage.„Sehen Sie nun, Wilckens," sagte er, „nun ist mein 'l-tMGenius fertig; aber", fügte er hinzu, „ich bin nichtganz mit demselben zufrieden. Ich glaube, ich mussden Bildhauer höher stellen." Ich fragte ihn, wes-halb er eigentlich den 8tcn März seinen römischen > ^Geburtstag nenne. „Das will ich Ihnen sagen,Wilckens," antwortete er mir, „meine Freunde in-llvm wollten gern meinen Geburtstag feiern, und