106
„Nein!" und er sagte nun: „Es ist einerlei, ichkann mir sehr gut selbst helfen, aber lassen SieIhren Mann sogleich zu mir hereinkommen, wenner wieder da ist." Als ich dies bei meiner Nach-hausekunft vernahm, eilte ich zu meinem Herrnhinein und bemerkte gleich, dass er eine reinennd eine schmuzigc Socke angezogen habe. Siewaren sogar mit einer verschiedenen Nummer be-zeichnet, welches man schon von weitem erkennenkonnte, indem die Nummern ziemlich groß mit rothemGarn genähet waren. Übrigens war er im tiefstenNcgligö: Unterbeinkleider, umpaare Socken, alte.niedergetretene Morgenschuhe, ein langer, grauerMvrgenrock und seine alte Raphaelsmütze aus demungekämmten Haare. Er stand eben da nnd entschul-digte sich vor der Königinn wegen seines Anzuges, alsich hineintrat. Ihre Majestät antwortete höchstgnädig: „Nein, lieber Thorvaldsen, wir sind es, diedie Entschuldigungen zu machen haben, da wir essind, die zu frühe gekommen: als wir aber zurFrauenkirche kamen, wurde daselbst Gottesdienst ge-halten." Thorvaldsen führte sie ganz ungenirt imAtelier nnd daraus in den Zimmern umher. W>sie die Gemälde besehen hatten, trat die Königinnan's Fenster und sprach ihre Freude aus über dieschöne Aussicht, die Thorvaldsen in den botanischenGarten hatte, und als Thorvaldsen fragte, ob IhreMajestät etwa Lust habe, den botanischen Gartenzu sehen, bejahete sie seine Frage. Er gab mir nun
M
:D>
: K »rK lisch
»An
tz- i!v d!A am»
:«bk
Mil
W«.