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und da er um 4 Uhr zu einer Mittagsgesellschaft D cchbeim Oberpräsidenten Kjärulff eingeladen war, machten -„K «wir erst einen Umweg. Unterwegs erzählte er mir, Moder wolle Kjärulff eine Freude machen mit dem Ge-schenke eines Basreliefs, die Gerechtigkeit darstellend,wie sie die Krone des Königs und die Sense desBauern wagt. „Es dünkt mich, Wilckens", fügte Wkker hinzu, „das ist Etwas, was für einen Polizeimann Apasst. Es soll dies ein Geschenk sein für all dieBrühe, die er mit meinem Museum gehabt hat." Der ^ ^Oberpräsident bekam es indessen nie; das Basreliefblieb auf Nhsv, wo Thorvaldsen es vollführt hatte.
Als wir bei Kjärulff eintrafen, kam nns der Bau- j,mcister Koch entgegen und sagte zu meinem Herrn:„Wilckens braucht Sie nicht abzuholen, ich werdeSie schon nach Hause fahren." Es war 12 Uhr, ^ imöals Thorvaldsen kam; aber die Gesellschaft hatteihm keine Zerstreuung gewährt, er war eben so ^
ernst, wie er den ganzen Tag über gewesen war,und setzte sich still in's Sopha. Ich fragte: „WollenSie nun nicht zu Bette, Herr Conferenzrath? Esgeht bereits auf Eins". Er bat mich nun, ihn zuentkleiden, und wünschte mir, ehe ich ihn verließ,freundlich eine gute Nacht. Nachdem ich meinenHerrn verlassen, fühlte ich mich seinetwegen sehrbesorgt, und sprach gegen meine Frau aus, dass ichihn den ganzen Tag über so sonderbar schweigsamund ernst gefunden, und dass er mir nicht wie ge- ^ ,wohnlich Etwas über die Mittags- und Abendgc-