„Die Brust, die wird mein Tod werden?' Wennich ihm widersprechen wollte, sagte er: „Ich binvon einem Arzte darauf vorbereitet worden, derwährend meines Aufenthalts in Rom mir sagte, siewerde die Ursache meines Todes werden."
Am Freitag den 29sten März kamen die jungenKünstler und trugen meinen lieben Herrn in denFestsaal der Akademie hinaus. Ich ging neben derLeiche. Als dieselbe in den Saal hineingetragenwurde, wurde sie vom Kronprinzen als Präses derAkademie und allen Professoren derselben in Em-pfang genommen. Der Prinz ertheilte den Befehl,dass vier der Künstler an der Leiche Wache haltensollten, und sein Kammerdiener an der rechten Seite.Diese Trauerwache wurde Tag und Nacht gehalten.Ich behielt meinen Platz, bis ich vom Prinzen ge-zwungen wurde, der Ruhe zu pflegen, damit ich beiKräften sei, wann die Beisetzung Statt finden sollte;ich sollte nämlich meinen Platz behalten neben deinSarge, wenn der Trauerzug durch die Stadt nachder Kirche sich begeben würde. Als die Trauer-Feierlichkeit beendet war, fragten mich der Königund der Prinz, ob ich mich stark genug fühle, nocheine Weile stehen zu bleiben, da man wünsche, dassalle Draußenstehenden den Sarg vorbei passivenmöchten, welche Frage ich mit einem Ja beantwortete.Da die Volksmenge groß war, dauerte dies gegen3 Stunden. Nachdem die Kirche geschlossen war,trugen die Künstler die Leiche in die Capelle hinein,