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den Ungleichen oder Schwachglauben des Ver-storbenen ein wunderliches Koncert zischten.—Leute die sich eines ganz andern hätten belehrenkönnen, wenn sie Willen gehabt hatten die Wahr-heit zu sagen, bliesen durch ganz Deutschlanddie Zweifel des Mannes bey seinem Tode aus.Von Bern aus ward ein Brief geschrieben, derin Göttingen vielen glaubwürdigen Personengezeigt worden; " Halter „ hies es darinn,„ habe in seinen letzten Lebenstagen allen um ihnher versammelten Theologen rund herausge-sianden: er glaube nichts, und es sey ihm un-möglich etwas zu glauben, so gern er es auchthäte. „ — Und es schien sogar als wollte man,daß das Christenthum diesen Vorwurf tragenmüsse.
Wie wenig muß der Concipient dieses Brie-fes die Würde eines solchen Mannes zu empfin-den fähig gewesen seyn! Wie wenig gefühlt ha-ben, was man dem Andenken eines solchen Ge-lehrten schuldig sey. Und niemals ist wohl einGerücht grundloser gewesen; niemals der gutenSache so ins Angesicht widersprochen worden l