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den; — Ich finde es zu meinem Zwecke hjn-länglich einige Proben aus diesem religiösen Ta-gebuche zu geben. Es trägt durchaus den Ka-rakter eines biedern christlichen Mannes, deres sich nicht verzeihen kann, daß er seinen Dankund seine Unterwürfigkeit gegen ein Wesen vollVollkommenheit und Güte, dem er seine ganzeExistenz, seine Freuden und Leiden zuzählt,aus dessen Händen er jede frohe Minute seinesLebens empfängt; nicht mit dem Gehorsameund dem Eifer erwiedern kann, als er fühlt ,daß es seine Pflicht ist, und die sein Verstandso unbegränzt einstehet. — Rührend ist es auchzu sehen, wie bey Hallet schon im frühen Alterdes Mannes, diese religiösen Empfindungendie Herrschenden gewesen; wie im Kampfe miteinem heftigen Temperamente, mit Leidenschaf-ten nach Ehre und Gelehrsamkeit, die Religionnoch obsiegen mochte. Gewissenhaftigkeit undErnst bat durchaus die Feder bey diesen Sün-denbekenntuissen geführt. Sie enthalten oft sehrnaife Stellen, die ins Erhabene übergehen;hingegen ist nichts anekdotisches eingemischt,keine Details von Vorfällen, Visiten und Kom-plimenten; — wohl aber häufige Anwendung
seiner