sung in Deutschland so bekannt , als die in Holland;so würde er bemerkt haben, daß der von ihm so sehrbelobte Gebrauch unter uns auch im Gange sey , daauf eingebrachte Klage und Gegenrede die Partheien inPerson vorbeschieden, und öfters verglichen werden.Seine Gedanken, wie ein gelehrtes Tagebuch zu schrei-ben und einzurichten sey, sind unverbesserlich ; aber wofindet man den Mann, der bey jeder Materie kürzlichund gründlich beybringen könnte, was andere vorhinvon derselben geschrieben haben? Die Betrachtungenüber die Geschichtswissenschaft werden den Verehrerndes Hrn. Rollin nicht gefallen. Er meint, es nütze unsnichts, wenn wir gleich aufs genaueste wissen, waZSesostres oder andere Helden in der alten Welt verrich-tet haben, zumal alles, waS von ihnen geschrieben ist,fabelhaft sey. Er will also, man soll sich allein aufdieGeschichte der lczten ; Jahrhunderte legen. Die seywahr, und wegen ihres Einflusses in die heutige Welt-handel allein nützlich. Aber aus eben diesem Grundemüssen wir auch für die Geschichte der mittlem Zeitenum Gnade bitten, die er gar nicht zu kennen scheinet.In dem Brief an den Herrn Nordberg wird scharfgeahndet, daß dieser in der Vorrede zu seiner Lebens-beschreibung König Karls des XII. ihn um ein paarkleiner Fehler willen einen Erzlügner genannt habe;zugleich gezeigt, wie viele unnütze Kleinigkeiten dieserin seine Geschichte cingcflochten, und sogar eine falscheUrkunde, welche ein Brief vsm Grvßiultan seyn
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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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