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VI.
Prüfung der sogenannten kenfeerk Ir i l o so p ti i c; u s 8 *).
1147- (S- 4:9.)
dln vielen Zeichen, md insbesondre an einem alten.Grolle wieder den Paskal, sollte man fast die Feder desFreydenkenden Voltaire erkennen. Der Verfasser er-kläret sich öffentlich für einen Christen, der alle Reli-gionen abgewogen habe, auch einen ganz kleinen Vor-zug bey der christlichen finde, aber die deisristhedennoch, derselben vorziehe. Die ewigen Strafen und die Ge-rechtigkeit Gottes sind ihm gleich anfangs zuwieder;Er scheint kein Verderben im Menschen zu erkennen >und vergißt, daß der stolze und lasterhafte Mensch mitder ewigen Ordnung und Vollkommenheitsiiebe Got-tes sich unmöglich vertragen kann. Er schließt aus demBaue der Natur, daß ein Gott seyn müsse, aber gleichdarauf Niederlegt er auch dieses schmale Geständniß,indem er meint, in unendlich vielen Zufällen könneallerdings eine Welt entstehen, ja man könne gar da-für wetten, daß sie entstehen werde, weil doch die An-zahl der Fälle, unter welchen einer die Welt hervor-brächte , nur endlich, und also viel kleiner als unend-liche Fälle wäre. Der Herr v. Voltaire wenn er etwasvon mathematischen Dingen versteht, muß wissen , daß
*> , ( lous I» ) 1744.