Der Verfasser selbst muß überdem rissen so viel mög.lich ausgedehnten Briefwechsel unterhalten: er mußvon den Schicksalen der Gelehrten , von ihren Bc»MhüngcrH von ihren Arbeiten, die geschwindesteNachricht einziehen, von welcher der Litterator dieWahl der anzuschaffenden Neuigkeiten abnimmt. Erwird durch diesen Briefwechsel viele geheime Umständeerfahren, die sein Urtheil richtiger und origineller ma»chen. Eben hiczu dienen die Wochen - und Monatschrif-temoder sogenannte Journale. Der Verfasser einergelehrten Zeitung muß derselben so viele haben als im-mer möglich ist; aus ihnen nimmt er gleichfalls dasVerzrichniß der in entfernten Ländern gedruckten Bü-cher: Er kann zwar nicht vollständige Beurtheilungenund Auszüge, aber doch zuverläßige Nachrichten vonder Wirklichkeit neuer Werke für seine Leser aus demselben ziehen, die dadurch so viel erhalten, daß sie sichdie nützlichen und unentbehrlichen Bücher anzuschaffenermuntert werden. Es können auch einige Länder soentfernt, oder durch Kriege von uns so getrennt seyn-daß man die wirklich existirende Bücher zu spät erhal-ten würde, und man also dir Beurtheilungen wohl ge-schriebener Tagebücher mit Nutzen seinen eigenen An-zeigen einrücken darf, welMes aber nicht anders alsaus Noth, und mit einer billigen Vorsicht geschehenmuß
Der Verstand des Verfassers ist die zweyte noth-wendige Bedingung; ivenn eine gelehrte Zeitung nicht