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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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Mäßigen zu viel Gedult gehabt, und ferne Hochachtungzu wohlfeil gegeben hat. Viele Dichter würben in ei-nen engen Raum zusammcngehn, und ihr Ruhmwürde in einem umgekehrten Verhältnisse der Bogen-eigen, wenn es erlaubt wäre, bey sonst schätzbarenMännern die Stellen auszuziehen, wo sie sich nichtgenugsam bemühet haben, für die Ewigkeit zu arbei-ten. Wir halten es für ein Unglück, daß man nochallzuviel« unbedingte Lsbfprüche zu machen nicht ver-meiden kann. Große Männer sollten es nicht übelNehmen, wenn man nebst dem verdienten Lobe, aucheinige Schwachen anzeigen dürfte. Aber der Mangeldes Jncognito erlaubt vielen diese nöthige Freyheitnicht.

Es ist wahr, die Kritik thut der Eigenliebe des Ver-fassers wehe. Aber sie ist wie ein aufrichtiger Freund,dessen Tadel viel nützlicher als das heucheln einesSchmeichlers ist. Der einzige Weg seine Fehler zubessern, ist, sie kennen zu lernen.

x.

Racine-

> 748 . (S- 6 ».)

Ä8ir freuen uns über die neue Ausgabe dieses tugend-haften , frommen und reizenden Dichters , der die soschnöd mißbrauchte Dichtkunst wieder zu ihrem allcräl-teKen Zwecke zurück gerufen hat, nemlrch Gott zu ls-