ländlichen Sprachen gehören , und die historischen sindgleichfalls nicht ohne Tadel. Endlich haben die Ver-fasser , ohne die geringste Anzeige der wahren Quellen ^sehr häufig aus andern Wörterbüchern geschöpft, undalso dem Lefcr dasjenige wieder geliefert, was er schonlange in Händen gehabt hat.
XXV.
Ueber den Geist der Gesetze
des Hr. v. Montesquieou.
175 2. (S- Zi.)
Es ist hier der Ort nicht, unser Urtheil über dieGedanken des wohlmeinenden Verfassers zu cröfncn.ES würde sonst leicht zu zeigen seyn, wie wenig dieäussere Luft zu den Gemüthern und der Regierungs-form beyträgt. Im äussersten Norden herrscht die voll-kommenste Freyheit, und die Völker haben nichteinmal eine Obrigkeit. Etwas näher nach Süden findetman das despotische Rußland, das gleichfalls einemunumschränkten Erbkönigc unterworfene Dännemark,und das Aristokratische Schweden. Weiter gegen dieLinie folgt das halb demokratische halb aristokrati-sche und halb monarchische Engelland, die grosse«theils unumschränkt herfchenden deutschen Herren,die despotischen Reiche Frankreich, Spanien undSavvyen, und hingegen die freyen Staaten in Ita-lien , in den Niederlanden, und der Schweif Jen-G 4