Geruch der Rost, und alle Gerüche waren bloße Be-stimmungen (moMcstions) ihrer Art zu seyn, die.einzigen, deren sie, die Säule, fähig war. DerGeruch war entweder angenehm, oder unangenehm,und aus der daher rührenden Luft oder Unlust ent-stunden nach und nach alle andere Staffeln der Er-kenntniß. Das Gedächtniß entsteht, wenn der Sinnmit einem neuen Gerüche beschäftigt, und ein Ein-druck des vorher gefühlten Geruchs bey der Seele<denn die Statue ist nichts anders) übrig bleibt.Die Dauer ist die Folge zweyer Empfindungen, diebeyde dem Sinne gegenwärtig geivesen sind. Ein Ur-theil ist die Empfindung des Unterschiedes des Geruchseiner Rose und einer Nelke. Das Gedächtniß behältdie Eindrücke in der Ordnung, wie fie von aussen ent-standen sind, und diese Ordnung macht ihre Ver-bindung. Die angenehmen Gerüche werden von derSeele aus dem Gedächtnisse öfter zurück geholt,als die Unangenehmen, und hieraus entsteht eineKlasse von Vergnügungen, die in der Seele ihren SitzHaben. Eigentlich ist nichts gleichgültig , und dieEmpfindungen, die es scheinen zu seyn, sind es nurvcrgleichungsweist. Die Nothdurft (belom) entstehtaus dem Verlangen eines glücklichen Zustandes. Ausder Vergleichung der jetzigen, gleichgültigen Empfin-dungen, mit den schon genossenen angenehmen, ent-steht die Langeweile, die zn einem heftigern Leidengedeyeu kann, als selber der . Schmerz. Das Ge-
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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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