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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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zigen Gottes deutlich angiebt. Der zweyte Theilendet sich mit dem fünfzehenden Jahrhundert, undder dritte mit dem sechszehnden. Dieser leztere istbesonders merkwürdig, weil er die Geschichte der gros-sen Glaubensvcrbeffernng in sich faßt. Es scheint,des Hr. A. Aufenthalt zu Genf habe ihm einige Liebezu dieser Stadt beygebracht, deren er hin und wie-der rühmlich gedenkt, ihre Freyheit wider die«voyisch gesinnten Schriftsteller vertheidigt, und ihrenblühenden Zustand rühmt. Sonst leugnet V. dieAbschculichkeit der Ablässe, und die schlechten Sitten-er Geistlichen nicht, wem aber am wahren Glaubenan den einzigen Heiland nicht viel gelegen ist, der falltfreylich natürlicher Weife auf den Gedanken, es wärebesser gewesen, unter dem Joche einer verdorbenenKirche zu leben, alS dieses Joch mit einiger Gefahrder innerlichen Unruhen abzuwerfen. Nur hat V.allerdings darinn wenig Unpartheilichkeit bewiesen, daßer die entstandenen Unruhen in Frankreich, Teutsch-land und in den Niederlanden, der verbesserten Reli-gion zuschreibt; da es doch sonnenklar ist, wie bloßdie ungeheuren Verfolgungen der herrschenden Kircheund die Ermordungen von vielen taufenden endlich dieProtestanten hin und wieder zur Ungeduld und zumWiderstände gezwungen haben. Da hingegen untereiner nicht gelinden Regierung die armen Bckennerdieses gedrückten Glaubens in Frankreich seit i6;a. inOestreich, Ungarn, Pohlen, Salzburg und den waldensi-V. Hallers Tageb. Th. l. K