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seinem Vater anvertrautes Geld entwendet und ver-spielt. Seine heftige Gemüthsart ließ ihm keimMacht überfeine Affekten. Den iz. Lctobr. 1761^dieweil feine Eltern und Geschwister mit einigenFreunden zu Nacht essen, erhicng er sich aus Miß.muth im Komtoir. Nach einem langen Abcndsitz«kam man ins Komtoir, und fand das traurig?Schauspiel. Der erschrockene Vater that allerley, dieLeiche wieder aufzuwecken, ließ einen Wundarzt holen,und bezeugte, samt der ganzen Familie, seine Be-stürzung. Ganz ungefehr und ohne sichtbaren Grundentstund ein Gerücht, der jüngere Calas Habe deskatholischen Glauben annehmen, und eben den fol-genden Tag die Ketzercy abschwören wollen, der Vaterhabe rhn wegen dieses Abtritts vom protestantische«Glauben eigenhändig erwürgt. Die Sagen und Hören-sagen schienen, wiewohl ein sehr kleines, dennoch eini-ges Gewicht der Nachrede zu geben; man zog dasganze Hausgesinde ein, und erhielt von der Geistlich-keit ein sogenanntes Monitorium, worinn allen den.jenigen die etwas zur Bestärkung der Klag« hatten,befohlen war, bey den Gerichten zu erscheinen. Esgieng endlich so weit, daß in der erstenund zweyten In-stanz der Vater , Johann Calas, gerädert zu werde»verurtheilt, auch das Urtheil an ihm vollzogen wur-de , dazu ein unglückliches Fest etwas beytrug, anwelchem man zu Toulouse die vor 200 Jahren ge,scheheue Ermordung einiger Protestanten jährlich
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