sammlung geschickt, lernte Rom in seiner Blöße, sei-ner Habsucht, «einem Verderbe», und «'einer Tyran.ncy kennen; wurde Surintendant der Financcs, wider-stund mit einer eisernen Stirn den Räubern des kö-niglichen Geldes; arbeitete an der Abschaffung derSporteln, und half hingegen zu der Einführung derAbtheilung des Parlaments in zwey SechsmonatlicheGerichtshöfe, die das Ansetzn desselben völlig ge-schwächt haben würden; und blieb bey der Aufsichtder Finanzen so exemplarisch arm, daß der Königseine einzige Tochter anssteuren, und hernach dersel-ben zahlreiche Kinder versorgen inußte. Er blieb eineZeitlang als Kanzler bey der Herzogin von Savoycn,und kam Ao. i züo. wieder auch als Kanzler nachFrankreich; in den Zeiten, da die Guisischcn Fürstenallmächtig waren. Er wandte die Einführung derInquisition zwar ab, mußte sie aber mit der Vergrös-serung der Gewalt der Bischöffe abkaufen, und miß-fiel damit dem Parlemente. Er war in diesen blut-dürstigen Zeiten der Beschützer der Duldung, lindden Protestanten so wenig ungewogcn, daß seine Franund Tochter zu ihrem Glauben übergicngen; brachtees auch dahin, baß ein Protcstaiite eine Uuterbedie-nung beym Parlemente erhalten «ollte, wogegen aberdieser damals anders als jetzt denkende Gerichtshofsich setzte. Er mißfiel dadurch dem römischen Hof, woPaul der IV. ein fanatischer Hildebrand war. ManVersichert hier, Franz II. habe übernommen, seinen
Schliessen