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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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möglich hält, weil es den Bau desselben nicht kennt.Selbst die Schwere, die Dichtigkeit, die Menge deeelektrischen Materie < können durch vorgeordnete Ur-sachen bestimmt worden seyn. Es ist so schwer nicht,die Wunderwerke zu erkennen. Bey denselben ist keinVerhältniß zwischen den bekannten Ursachen und ihre«Folgen, und die Wunder treten offenbar aus dem ge-wohnten Gleiste der Natur. Es war den Jünger»Jesu nicht schwer, zu erkennen , daß Lazarus wirklichtodt war, und daß keine bekannte Ursache ihn wiederaufwecken konnte, und Humens Einwurf geht zuweit. Daß alle Menschen todt bleiben, ist eine blosseSammlung von Erfahrungen; die eine neue Erfch.rang niemals unmöglich machen kann. Hr. B- begeg-net hier einigen Einwürfen. Wieder die Jdealiste».Er zeigt wie Gott durch die Kette der Ursachen undFolgen das Künftige zuvor sehen könne. Die Gründewiederholen wir mit Fleiß nicht, wodurch man bewei-set , daß die Jünger Jesu weder betrogen haben wcv.den können, noch selbst Betrüger gewesen sind- Hr. B-beantwortet den Einwurf, daß Jesus nach der Aufer-stehung sich nicht allen Juden gezeigt habe, durch dieAbsicht seines Leidens, die sich auf alle Zeiten und alleVölker erstrecken sollte, die doch unmöglich zusam-mengerufen werden konnten, um alle seine Auferste-hung bezeugen zu können. Er erwähnt einige höchstdeutliche, und wichtige Weissagungen, die unfehlbarUm einige Jahrhunderte älter sind, als die Mensch-