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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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men von den Sinnen. Der Unterschied im Witzeverschiedener Menschen sey bloß die Frucht der Auf,erziehung. Alle Wirkungen des Witzes bestehen den-noch im Fühlen. Der Witz (Lssrie) sey von derSeele unterschieden/ als die schon im Kinde da sey,uns nicht eher als im Tode verlasse, und zu welcherkeine Gedanken nöthig seyen. Der gröste Weise habenicht mehr Seele als der geringste Schriftsteller, wo-hin Hr. H. den Hrn. von Pompignan zählt, und ihneinen Polisson nennt. Der Witz wirke indem er wech-selswcisc und mit Aufmerksamkeit den verschiedenenEindruck bemerke, den zwey Vorwürfe machen. DieAufmerksamkeit einer Maschine. Die Worte: Den-ken, Missethat, und dergleichen seyen unbestimmt undschwankend. Die Empfindung sey die einzige Quelleunserer Thaten. Das Mitleiden hilft sich selber zuLiebe dem Unglücklichen, dessen Anblick ihm beschwer-lich ist (auch wenn er abwesend wäre). Die Reneist auch körperlich, und die Verachtung unerträglich,weil wir uns dadurch von allen Wollüsten beraubtsehen. Die Liebe der Eitern zu den Kindern, undhinwiederum, ist weder so stark als man meint, nochso nützlich (eine Philosophie, die uns abscheulich vor-kömmt). Der Geiz beruht auch nur auf der Be-gierde die Mittel zum Vergnügen zu besitzen. Daßein gutes Gedächtniß nichts zum Witze beytrage, undeben so wenig die Vollkommenheit in der Organisa-tion , vielmehr leide oft der Witz dabey. Die Luft