die niemals rechtmäßig seyn könnten. Anstatt einsneue Klasse obrigkeitlicher Personen zu fordern-, dieganz vom Volke abhiengen, gegen allen Widerstanddurch die schärfcsten Gesetze vewafnet waren, unddie sehr bald die höchsten Würden der Republik mitFüßen traten, hatte das Volk, wie es auf den hei-ligen Berg entwich, nichts eigentlich zn fodern alsein Gesetz für den Wucher. Das Valerius PublicolaSchwachheit, dem Volke das letzte Urtheil über alleBürger zuzusprechen, gab ohnedem dem Volke eineüberwiegende Macht, die einem jeden Grossen fürch-terlich war, der zu sehr für das Ansehen der Ge-schlechter arbeiten würde, Vom ersten Anfange desTribunals an, war Rom der Schauplatz eines un-aufhörlichen Krieges zwischen den ihre Macht ver-grössernden Tribunen, und dem durchgchends nach-gebenden Rath. Diese Leiter des Volkes errungensehr bald das Recht, das Volk und bald auch denRath zusammen zu berufen, und das Recht, daß nie-mand ihnen einreden durste. Sie widersetzten sich,auch bey der größten allgemeinen Gefahr, dem Aus-heben der Bürger zur Armee, und liessen den Pa-triciern nicht eher zu, das Vaterland zu vertheidigen,bis sie denselben ein neues Vorrecht abgcdrungcn hat-ten. Sie brachten es dahin, daß die größten Ge-schäfte in den Versammlungen nach Zünften abge-handelt wurden, wobey die Geschlechter keinen Ein-fluß hatten. Die verblendeten Römer liessen sich lie-0. Halters Tageb. Th. !l. D
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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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