.— . .-
ger hätte regieren können. Vor dem Nepotismus be-zeugte er den vollkommensten Abscheu, uud hinter-ließ ein Erbe, das einem gemeinen Prälaten ange-messener war, als einem Pabste.
Die Priese selbst werden von einigen scharfsinni-nigen Männern verdächtigt. Uns ist es schwer darü-ber zu urtheilen, weil wir nichts zuverlässiges vomFr. Ganganclli geschriebenes haben, gegen welcheswir die vor uns liegenden Briefe vergleichen könnten.Vom Herausgeber sind sie gewiß nicht, dessen Schreib-art wir kennen. Den Charakter des fröhlichen, be-scheidenen, gütigen Mannes tragen sie. Ueberall rühmtder Mann das Wesentliche der Religion im Gegen-satz gegen den Aberglauben und gegen kleine äußer-liche Thaten, und mißräth die Anhängigkeit an dieHeiligen. Den Mönchen ist er nicht gewogen, undwünscht zumal nicht ihre Vergrößerung. Was ervon dem P. Conciya S. 271. sagt, dessen Eifer widerdie Molinistische Sittenlehre er gänzlich billigt, körntmit der Unterdrückung des fürchterlichen Ordens gänz-lich überein. Die Uebersetzung ist sonst nicht durch-gehens wohl gerathen. Das Wort inveklr wird hierim ungewöhnlichen Verstände gebraucht; für einneh-men , bemächtigen. Insbesondere finden wir eineReihe wohigeschriebener Briefe, brauchbar, die Gan-ganelli an einen Grafen geschrieben hat, der in demLaster versunken war, und gerettet werden sollte.Dcr Minorit drang sich zuerst dem Wildfange rechtD;