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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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und auf das Schrecken bey fremder Noth bestimmt.In einem Kopf des le Brun finden wir ein ängstlichum sich sehendes Auge mit Furcht. Vier schöne Pro-file , genau erklärt: ein wirklich heiter denkender Ge-lehrter , ein freundschaftlicher Officier, ein gutmü-thiger getreuer Medikus Herr Franke, der MährischeAufseher bey der Anstalt zu Montmiral, ein wirklichmenschenliebender, nicht sekttrischer, allgemeiner Men-schenfreund , dessen wirklich Gutes wir sonst kennen,aber doch im Gemählde nicht alles entdecken würden,was Herr L. entdeckt: wie dann in einer Silhouetteeines bekannten Göttingischen Lehrers Herr L- eineMenge vvn Eigenschaften wahrnimmt, die er aus denSchriften desselben erkannt zu haben vermuthlich sichversichert, die uns aber viel zu fein vorkommen, alsdaß man sie in einem Schattenrisse unterscheidenkönnte: wie z.E. das beständige Kalkulircn, bey einemdennoch heitern und poetischen Genie; zur Nase setztauch hier HerrL. sein mcistes Vertrauen. Ein wirklichkennbarer Tartar. Erdichtete Silhouetten, derenZeichner sich vorgenommen hat, gewisse Gemüths-karaktere auszudrücken; für uns find diese Buchstabennicht recht leserlich, da wir doch die Meynung derNatur in denselben lesen sollen. Zwey ganze männ-lichen Ausdrucksvolle Silhouetten. Ein Löwenge-sicht mit fast allzu grossen und aufgesperrten Augen.Michael Scbuppach, der berufene Landarzt zu Lang-nau, zweymal vorgestellt; dessen Gemüth aber hier