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schimpflich zu parodiren. Man that der Ewigkeiteben die Ehre an. Ein Freund schrieb mir, er habeHm. Gottscheds Hand vor sich liegen, mit welcherer die Aesthetik korrigirt hat. Aber was sollte ichbey einem Kriege gewinnen? In einer Wissenschaft,die sich auf Erfahrungen gründet, kann eine Strei-tigkeit ihren Nutzen haben; sie giebt uns einen Anlaß,die Versuche zu wiederholen und zu vermehren; unddie Wahrheit kann durch das Zeugniß unparthcyischerSinne erwiesen werden. Aber in Wissenschaften,die auf dem Geschmacke beruhen, ist es unendlichlangweilig, die Quellen des Schönen allemal biszu den ersten Gründen zurückzubringen, und bey ei-nem Leser zu erzwingen, er solle sich eine Stelle ge-fallen lassen, die ihm nicht gefällt. Es war mir alsoviel leichter, harte Urtheile anzuhören, als vor demTribunal der Welt einen langwierigen Proceß zuführen.
Der Herr von Hagedorn dachte auch bey derneuen Poesie wie ich, und wir blieben beyde demReime getreu. Ich sah auch, daß unsre Gründe un-gefehr gleich waren. Mir kam es immer vor, wennman Hexameter machen wollte, wie sie gemeiniglichsind, so wäre die Arbeit zu leicht; und leichte Ar-beit ist auch in der Poesie schlecht. Sollte man aberdie Harmonie beybehalten, und richtige Füsse vonlangen und wirklich kurzen Sylben abwechseln lassen,wie Herr Uz und von Kleist, und in Schweden Li-