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und sicherer glücklich, als das Laster beym Reichthumund bey der Macht. Die glücklichste Familie, dieglücklichste Nation ist diejenige, die tugendhaft ist. 'Warum erlaubt Gott das sittliche Uebel? Weil errucht Götter, nicht Klötze, sondern freye denkendeWesen schuf, und dasjenige Geschöpf nicht tugend-haft seyn kann, dem es unmöglich ist lasterhaft zuseyn. — D>e denkenden Wesen zum Guten aufzu-muntern, hat Gott mit der Tugend, Heiterkeit undreine Freude, mit dem Laster Schaam, Reue undandere nachtheilige Folgen verbunden. Die Ueberwin-dung des Lasters dient in diesem Leben zur Prüfung,und erhebt uns zu einer mehrern Fähigkeit gut undglückselig zu seyn. Selbst die Wiederkehrung des La-sterhaften zur Tugend ist für ihn eine desto lebhaftereFreude, je kräftiger er den Werth der Tugend nun-mehr fühlt; der mächtige Einfluß, den die Tugendin diesem Leben auf unsere Glückseligkeit hat, läßtuns denjenigen Einfluß ermessen, den sie im künftigenLeben haben wird, wenn kein Körper uns mehrder natürlichen Leiden blvßsetzen, kein Laster uns selbstunwcrth, und uns Gott mißfällig machen kann.
(t7?6. Zug.
IV. Der Anfang und die Ausbreitung des Christen-thums sollen blos durch menschliche Mittel bewirkt.worden seyn? — Aber die verdorbenen Menschen zu dewTugenden umzubilden, durch welche das Christenthumselbst bey seinen Gegnern, ehrwürdig gemacht wordenist, was war das. Mittel? Kennen es die Veräch-