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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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IÜ4

heraustreten. Sie können einander gar wenige Be-griffe mittheilen. Auch die Menschen würden ohneSprache und ohne Zeichen ihrer Begriffe, bey garwenigen Begriffen bleiben. Die Triebe (Instinkt)sind nur einfache Erkenntnisse, und die Vernunft einweitgebrächtes und vollkommenes Vermögen. DieThiere machen gar selten Abstraktionen/ sie habenwenige allgemeine Begriffe/ alles ist ein Individuumfür sie- l>75 6. S.

X. Die warmen Gegenden der Welt geben über-haupt den Thieren die meiste Verschiedenheit der Far-ben. Um Angora werden nicht nur die Ziege«/ sondern

auch die Katzen / und die Kaninchen langöhrig.-

Die Hangenden Ohren sind ein Zeichen der uraltenSklaverey bey einem Thiere/ und die wilden Artentragen die ihrigen durchgehends gerade. Die Leberaller wilden Arten ist kleiner als die Leber der zahmenArt. In den äusserst kalten und äusserst warmen Ge,genden/ sagt Büffon/ findet man die grösten/ diekleinsten/ und die grimmigsten Thiere. In den gemäs-sigten Gegenden hingegen sind auch die Thiere mittel-mäßig groß/ und minder grimmig; wie denn in demminder heissen Amerika die Löwen selbst vor den Men-schen fliehen. Auch die Pflanzen sind in den heissenGegenden äusserst warm und kühl / und in den gemäs-sigten minder wohlriechend und minder würzhaft. Ue-berhauvt nehmen die Thiere ab/ und der Mcnschnimmt täglich mehr im Reiche der Erde überhand,-l>7?7' S-