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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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XVI. Es wird richtig angemerkt, daß man in derBotanik zu viele Mühe auf die blossen Namen wende;nichts ist dürrer als die heutigen klmse. ^772. S. ;;2.)

XVII. Hr. Unzer glaubt Konjunktionen derPlaneten verursachten Ueberfchwemmungen, und ei»Komet könne eben wie der Mond die Witterung regie-ren, auch weil er, wie Newton und die gesunde Ver-nunft lehren, von der Sonne gewaltig erhitzt werde,-er Erde viele Hitze mittheilen. -> Wir haben aberschon oft erinnert, daß ein Komet sich wohl nicht langegenug bey der Sonne aufhält, von ihr die Hitze zu er-halten, die Newton berechnet hat, nur ein Beyspieliu geben, wie man solche Dinge nach Voraussetzungberechnen könnte, und aus dem, was von den Wirkun-gen des Mondes und der Sonne in flüßige Materienauf der Erde bekannt ist, versichert man sich leicht,daß von entfernten Weltkörpcrn nichts, das damit znvergleichen wäre, zu erwarten ist. Diese Versicherunghat freylich nicht der sogenannte Physikus, der nurweiß, daß Kräfte da sind, aber der Mathematik»-,der weiß, wie stark sie sind. si77i.S. Z98-H

XVlll. Daß nach dem Regen alles deutlicher,grösser, und näher scheint, ist allerdings eine in Hel-vcticn gemeine Wahrnehmung; so wie hingegen dieGebürge in der Dämmerung uns niedriger dünken.si7ü6. S. 746.^

. ^ XlX. Wir haben oft gesagt, die Welt ist ausGotteshand als ein Wald gekommen. Auch das nor-