Buch 
Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
JPEG-Download
 

i?6

VIII. Die Armen machen doch den grasten Theileiner Nation aus, und wenn man es im Grundebetrachtet, sind sie ihre wahre Stärke, da sie docheigentlich das Land bauen, fast alle Arbeit thun, auchden grösten Theil der Krregsleuie hergeben. (17;?.S. rc>o;.)

IX. Es ist ein gemeiner Satz in der Staateöko-nomie , daß die blosse stärkere Bevölkerung eine Na-tion zwingt mehr Fleiß anzuwenden, und folglich dieEinkünfte des Regenten vermehrt. Es scheint aucheine natürliche Rechnung zu seyn, nach welcher dieTagearbeiten in die Einnahme einer Nation gebrachtwerden, und folglich mit der Anzahl der geschäftigenHände, auch die Einnahme einer Nation steigt. EinStaat verarmet am gewissesten, wenn der Regentden Verkauf des Getraides und Weines und folglichden Anbau im geringsten einschränkt. O76;. S- yz.)

X. Friede, Handlung und eine glückliche Regie-rung, verdoppeln viel geschwinder die Anzahl der Ein-wohner , und folglich die Macht eines Landes, alsdie grösten Eroberungen; und Frankreich soll wirklichi bis 2 Millionen weniger Unterthanen haben, alsA. 1700, da es Lothringen noch nicht befaß.

XI. Die Religion hilft allerdings die Ehen ver-mehren, und angenehmer, beständiger, fruchtbarerzu machen, indem sie die unreinen Lüste verdammtund Hemmt, durch welche die Ehen seltener und un-glücklicher werden. Wie fruchtbar war das Alte nach

seiner