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Greuel; die militärische Obermacht der Armee brachtedie ganze Nation wider sie auf, und der Anarchie müde,rief man die Monarchie zurück. Aber zu Rom, dadas Volk kein genügsames Gleichgewichte gegen sichhatte, nahm feine Macht ungestört zu, bis es sich blind-lings anwendete, einem gefährlichen Bürger die Mit-tel zur Emzelhcrrschaft in die Hände zu geben; unddiese letztere hörte erst mit der Zerstörung des Staatsauf. ^1764. S. ;66.H
II.. D>e Wahrnehmung des Hrn. von Mirabeau,daß eine Monarchie nach ihrer Abnahme sich wiederempor hebe, eine Republik aber niemals von ihrerSchwäche wieder zu sich selbst komme, ist ziemlichhistorisch. si7;8. S. n8;-f!
II!. Wir glauben allerdings, eS sey in einer Mo-narchie weit leichter, ein übel Herkommen zu verbes-sern als in einer Republik. Aber hingegen sinkt dieRepublik langsam in Verfall, da ein Commodus plötz-lich alle die Tugenden eines bestgefinnten Antonius inwenig Jahren unnütz, und Rom zur Mördergrubemacht. Wie schnell war auch nicht die Ausartungder französischen Regierung , nachdem Heinrich todt,und Süüy verdrungen war. G770. S-
IV. Herr Iftlm in seinen vermischten Schriftenthut einen Versuch , die drey Mächte bey einer De-mokratie in ein Gleichgewicht zu bringen. Die erwäh-lende Macht fund die oberstes besteht in allen Glie-dern des Staats. Dieses dünkt uns nicht nur allzu-demokratisch, sondern allein fähig, ein Land zu Grunde