war, der sie auf die Bühne brachte. Voltaire fühltalso sehr genau die Fehler wider die Einheit desSchauspiels, wider die richtige Folge der Auftritte,wider die Beybehalttmg der.Theilnehmung an einer,Person, ohne die kein Schauspiel gefallen kann. Dochtreibt Voltaire seine Skrupel gegen Corneille ein we-nig zu weit, und er hat dadurch die Nation zrem-lieh ausgebracht. (1764- S- 1068.)
XXVIII. Wir finden Voltair's Urtheil über denGhaikLpear völlig unbillig. Der Mann schrieb un-ter der Königinn Elisabeth. Was hatten damalsdie Franzosen für Schauspiele? Er starb ju^g, undwar von gemeinen Leuten entsprungen. Es ist fastein Wunder, daß er dennoch die römische Geschichteso wohl besaß, und die vornehmsten Personen nachihrem Karakter, selbst nach Vo laircns Gcständniß,reden lies (1764. S. 1070. ) Freylich ist Shakcs-peav ein Gemische von Gold und Koth, aber dasGold bleibt eben so rein, wenn es schon nicht alleinin seinen Gedichten herrscht. Man muß gestehen,daß die mechanische Folge der Scenen allzusehrauseinander hängt; aber die einzelnen Scenen, undmanchmal fast ganze Stücke sind unverbesserlich, wieülLnluce kor insslurs, etwas ganz Weniges ausge-nommen. (1764. S- 92.)
XXIX. Rlopstock hat in soweit die Morgen-länder nachgeahmt, daß er aus der heil. Schrift vieleBilder und Ausdrücke nachgebildet hat. Dir Kritik